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Kursnummer: 18WB001

Info: Seit 2015 bieten wir spezielle Weiterbildungen im Themenbereich "Demenz" für Sie an. In der Regel ist eine Demenz kein Anlass für einen Krankenhausaufenthalt. Menschen mit Demenz werden wegen vielfältiger anderer Erkrankungen oder Verletzungen dort behandelt, so wie andere Patienten auch. Doch anders als nicht an Demenz erkrankte Patienten, können sie sich meist nur schwer oder gar nicht mehr auf neue und veränderte Situationen einlassen.
Damit der Aufenthalt für Betroffene im Krankenhaus dennoch so angenehm wie möglich verläuft, können Angehörige, einweisende Ärzte und Krankenhäuser entsprechende Vorkehrungen treffen. Das hilft allen Beteiligten mit der zusätzlichen Belastung besser umzugehen (Quelle: © Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 02/2016).

Deshalb wird ab 08. August 2018 diese sehr spezielle und praxisorientierte Weiterbildung zum/zur Demenzbeauftragten bei uns neu angeboten, um dem hohem Praxisbedarf entgegenzukommen und professionelle, angemessene Pflege zu ermöglichen. Das Ziel ist hierbei eine praxisnahe Weiterbildung zur/zum Expertin/e anzubieten, um Ihre danach erworbenen Kompetenzen mit Ihren Kolleginnen und Kollegen teilen zu können und diese weitervermitteln. Zudem nehmen Sie als primäre/er Ansprechpartnerin/er für PatientInnen und deren Angehörige eine wichtige Rolle in der Versorgung ein.
Durch gezielte Maßnahmen kann bei manchen Betroffenen der Verlauf der Krankheit bzw. der fortschreitende Verlust von Fertigkeiten in einem begrenzten Umfang verzögert und die Situation der Betroffenen dadurch verbessert werden.

Mit dem Pflege-Thermometer 2014 konnte auf einer breiten Datenbasis von 1.844 Stationen in Deutschland eine Übersicht über die Versorgung von Menschen mit einer Demenz und/oder mit einem Delir hergestellt werden. Die wesentlichen Erkenntnisse aus der Studie lassen sich wie folgt zusammenfassen und auf den Punkt bringen. Die Herausforderungen in der Krankenhausversorgung von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, steigen mit dem wachsenden Anteil dieser Gruppe an allen Patientinnen und Patienten. Heute schon ist jeder vierte Mensch, der im Krankenhaus behandelt wird, 75 Jahre alt und älter. Trotzdem werden in den Krankenhäusern in Deutschland kaum geeignete Konzepte angewandt und umgesetzt, die den besonderen Bedürfnissen von pflege- und hilfsbedürftigen, älteren Erkrankten Rechnung tragen. Die Gründe dafür werden nicht im fehlenden Wissen, sondern im fehlenden Willen zur Umsetzung gesehen. Ursächlich dafür sind in den Augen der Verantwortlichen vor Ort in erster Linie strukturelle und finanzielle Barrieren und unzureichende Rahmenbedingungen. Dies erklärt auch die gerade vor dem Hintergrund der beschriebenen Herausforderungen als nicht hinreichend beurteilte Personalausstattung in der Krankenhauspflege. Und diese wiederum führt ganz offensichtlich zu spürbaren Mängeln in der Patientenversorgung und -betreuung und zu vermeidbaren Risiken gerade für die Patientengruppe der an Demenz erkrankten Menschen. Letztlich verwundert es dann auch nicht, dass die Krankenhäuser auch keine nennenswerten Angebote für die Angehörigen dieser Patientinnen und Patienten entwickeln und bereithalten, weder für diejenigen, die den Aufenthalt ihrer demenzerkrankten Angehörigen im Krankenhaus aktiv unterstützen wollen, noch für diejenigen, die den Aufenthalt ausdrücklich für ein eigenes Pflegemoratorium nutzen wollen. So muss konstatiert werden, dass die derzeitige und zukünftige Versorgung von Menschen mit Demenz in den bundesdeutschen Krankenhäusern beklagenswerte Defizite und vermeidbare Risikolagen aufweist, die die Verantwortlichen in Politik wie auch in den Einrichtungen zum schnellen und wirksamen Handeln auffordern (Quelle: Pflege-Thermometer 2014 PDF "Eine bundesweite Befragung von leitenden Pflegekräften zur Pflege und Patientenversorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus").
Wissenschaftlich nachgewiesen, lösen Verlegungen und der Aufenthalt in der akutklinischen, geriatrischen oder rehabilitativen Versorgung für Patienten häufig eine stressverursachende und krisenhafte Situation aus. Die mit der Demenz verbundenen Einschränkungen und Verhaltensweisen können sich zudem erschwerend auf die pflegerische Versorgung und Durchführung der ärztlichen und therapeutischen Behandlung auswirken. Vor dem Hintergrund einer deutlichen Zunahme von älteren und hochaltrigen Patientinnen und Patienten und dem damit einhergehenden Anstieg derjenigen mit demenziellen Einschränkungen im Akut- und Rehabilitationsbereich sind besondere Anforderungen an das Personal und die Organisation gerichtet.
Einrichtungen können so die Versorgung dieser Patientengruppe mit demenzsensiblen Konzepten verbessern. Ein erster Schritt dazu ist die Einführung von Demenzbeauftragten, die abgestimmte Projekte fördern und gezielte Maßnahmen ergreifen können.
Das Curriculum zur/m Demenzbeauftragten im Krankenhaus wurde von der LVG & AFS Niedersachsen evaluiert und von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. veröffentlicht.

Struktur der Fortbildung

Die Fortbildung hat einen zeitlichen Umfang von insgesamt 160 Stunden. Die einzelnen Module finden in Blöcken im Zeitraum von August bis November 2017 an jeweils 3 Tagen statt + 5 Tage Hospitation.

Fortbildungsblöcke: 08.-10. August, 05.-07. September, 26.-28. August, 07.-10. September, 12. Oktober 2015 (der Zeitpunkt der fünftägigen Hospitation ist von den Teilnehmenden selbst festzulegen).

Modulübersicht:

Modul 1
- Demenz und Delir

Modul 2
- (Selbst-) Wahrnehmung

Modul 3
- Demenzgerechte Ansätze

Modul 4
- Verstehen und Annehmen

Modul 5
- Menschen mit demenziellen Einschränkungen im Krankenhaus

Modul 6
- Kontakt und Umgang mit demenziell eingeschränkten Patientinnen und Patienten

Modul 7
- Zusammenarbeit mit Angehörigen

Modul 8
- Hospitation und Praxisreflektion

Die modulare Fortbildung soll die Teilnehmenden befähigen:

1. Konzepte zur Verbesserung der Versorgungssituation zu entwickeln und umzusetzen,
2. für andere Mitarbeitende im Krankenhaus eine Basisfortbildung anzubieten und
3. qualitätssichernde Maßnahmen zu ergreifen.

Abschluss

Die Teilnehmenden erarbeiten einzeln oder in Kleingruppen eine Abschlussarbeit (Projekt). Diese werden im Plenum und vor den Fortbildungsverantwortlichen vorgestellt. Abschließend erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat über der Teilnahme an der Weiterbildung.

Hospitation

Im Rahmen der Fortbildung sollen die Teilnehmenden eine fünftägige Hospitation in einer demenzspezifischen Einrichtung ihrer Wahl absolvieren. Dabei soll das theoretisch erworbene Wissen in der Praxis vertieft werden. Mögliche Einrichtungen sind spezielle Abteilungen in Krankenhäusern mit Demenzprojekten, Pflegeheime, ambulante Angebote für Demenzkranke, Beratungsdienste und Bildungseinrichtungen.

Teilnahmevorraussetzungen

Die Weiterbildung richtet sich an Mitarbeitende, die sich persönlich und aufgrund ihrer Funktion in der akuten oder rehabilitativen Versorgung eignen, als Demenzbeauftragte/r koordinierende und beratende Aufgaben wahrzunehmen.
Zielgruppe sind Mitarbeitende aus folgenden Bereichen:
- Krankenhäusern
- Ambulanten- und Stationäre Pflegeeinrichtungen
- Qualitätsmanagement
- Ärzteschaft
- Sozialdienst
- Überleitungs- und Entlassungsmanagement

Bitte mit bringen: Alle Unterrichtsmaterialien (Präsentationen, Skripte etc.) werden Ihnen von uns digital, auf einem für Sie eigens bespielten USB-Stick zur Verfügung gestellt. Ausdrucke wird es somit nicht bzw. nur in Ausnahmefällen geben. Diesbezüglich bitten wir Sie, sich Ihren eigenen Laptop/Notebook etc. mit zum Unterricht zu bringen. Dies gilt besonders für TeilnehmerInnen, die vor Ort übernachten und keine Möglichkeit haben die Präsentationen auszudrucken.

Kosten: 1490,00 € €
Kooperationspartner: 1340,00 €

Dokument(e):

Datum Zeit Straße Ort
08.08.2018 08:15 - 15:30 Uhr Laustraße 37 BZ - Unterrichtsraum 0.4
09.08.2018 08:15 - 15:30 Uhr Laustraße 37 BZ - Unterrichtsraum 0.4
10.08.2018 08:15 - 15:30 Uhr Laustraße 37 BZ - Unterrichtsraum 0.4
05.09.2018 08:15 - 15:30 Uhr Laustraße 37 BZ - Unterrichtsraum 0.5
06.09.2018 08:15 - 15:30 Uhr Laustraße 37 BZ - Unterrichtsraum 0.5
07.09.2018 08:15 - 15:30 Uhr Laustraße 37 BZ - Unterrichtsraum 0.5
26.09.2018 08:15 - 15:30 Uhr Laustraße 37 BZ - Unterrichtsraum 0.5
27.09.2018 08:15 - 15:30 Uhr Laustraße 37 BZ - Unterrichtsraum 0.5
28.09.2018 08:15 - 15:30 Uhr Laustraße 37 BZ - Unterrichtsraum 0.5
17.10.2018 08:15 - 15:30 Uhr Laustraße 37 BZ - Unterrichtsraum 0.4
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Weitere Informationen zum Dozenten

Kurse


Kursempfehlungen

Anmeldung auf Warteliste Auffrischung für Betreuungskräfte § 53c (87b)
ab 12.12.2017, BZ - Unterrichtsraum 0.5


Plätze frei Fachpfleger/in Intensiv und Anästhesie
ab 14.05.2018, Bad Wildungen- Reinhardshausen BZ Werner -Wicker-Klinik


Plätze frei Stations-, Gruppen- und Wohnbereichsleitung
ab 14.05.2018, Hans-Viessmann-Schule, Stresemannstraße 12, 34537 Bad Wildungen


Plätze frei Ausbildung zur Betreuungskraft nach § 53c > Kurs 1
ab 27.02.2018, BZ - Unterrichtsraum 0.5


Anmeldung möglich Rückenschullehrer- Refresherkurs
ab 27.10.2017, Turnhalle Fürstenhof


Anmeldung möglich Kursleiter Progressive Muskelrelaxation (PMR)
ab 28.10.2017, Maritim Hotel Bad Wildungen


Anmeldung auf Warteliste Ausbildung zum BDR Rückenschullehrer
ab 12.10.2017, BZ - Unterrichtsraum 0.3